Wie Lachen ein Team verändern kann

Lächeln, Bildrechte: www.sxc.hu“Lachen setzt Hierarchien außer Kraft!”, Ellen Müller, Lachyogatrainerin und Frohnatur, weiß bestens über die Wirkung der Mundwinkelregung Bescheid. Was Lachen einerseits für Teambuilding und andererseits für die Gesundheitserhaltung und Gesundheitsvorsorge der Arbeitnehmer bedeutet, erzählt sie uns in einem Gespräch. Also Achtung liebe Recruiter und Arbeitsteams: Mit Lachen arbeitet man leichter!

Was es mit dem Lachen im Bezug auf das Zusammenarbeiten in einem Unternehmen auf sich hat, sollte Lachyogatrainerin Ellen Müller wohl am besten wissen. Sie war Pionierin, als sie Lachyoga-Seminare vor zehn Jahren nach Österreich brachte. Heute liest man immer öfter von dieser Art der Teambespaßung, die auf den verschiedensten Webseiten, angefangen von Lachwanderungen bis hin zu Lachturnen, angepriesen werden. Die Lachyogatrainerin besinnt sich aber einzig auf das Lachyoga und auf damit zusammenhängende Seminare. “Es handelt sich hier um einen gruppendynamischen Prozess. Das Thema ist heikel. Nur wenige können sich darunter etwas vorstellen“ erzählt sie.

Lachen löst Hierarchien auf

Bildrechte: Ellen MüllerWas ein herzhaftes Lachen in kurzer Zeit bewirken kann, haben Wissenschaftler bereits herausgefunden. Lachen ist einer der schönsten Formen der Meditation. Man kann nicht gleichzeitig Lachen und Denken. Beim Lachen ist man unmittelbar in einem meditativen Zustand. Untersuchungen zeigen, dass 1 Minute Lachen vergleichbare Wirkung wie 45 Minuten Entspannungstraining hat. “Es ist also eine effektive Methode um Stress abzubauen”, fügt Frau Müller hinzu “und kann auch Hierarchien auflösen”

Teambuilding

In Lachyoga-Seminaren bewirken die gruppendynamische Prozesse, dass die Teams sehr schnell zueinander finden. Es fällt auch in den Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und geht nicht um Unterhaltung sondern um Haltung sich selbst und andern Gegenüber. Das schnelle Zueinanderfinden ist relativ zu sehen, denn mindestens einen Tag für ein Seminar sollte von den Unternehmen schon eingeplant werden. Eine Gruppengröße von maximal 16 Personen sollte im Idealfall ebenfalls eingehalten werden, denn Lachen ist eine intime und persönliche Angelegenheit.

Klickt man sich durch die Webseiten der Lachseminar-Anbieter, liest man von Vorteilen über Vorteilen: Die Teilnehmer werden stressresistenter, flexibler, kreativer, selbstbewusster, werfen Hemmungen ab, gewinnen Motivation etc. Diese Vorteile kommen nicht von alleine, die Kursteilnehmer müssen schon etwas dafür tun. “Es ist aus meiner Sicht sinnvoller das Lachyoga-Seminar außerhalb der Arbeitszeit und des Arbeitsplatzes anzubieten. Wichtig ist es auch, dass es ein freiwilliges Angebot für Mitarbeiter ist ” erklärt uns Frau Müller.

Hemmungen?

Gegen „die Form der mentalen Auszeit, die alles andere in weite Ferne bringt” – so beschreibt Frau Müller das Lachen – gibt es auch Vorbehalte. “Wenn man Menschen in der Arbeit lachen sieht, glauben viele immer noch sie arbeiten nichts”, listet sie eines der gängigsten Vorurteile auf. Dass damit aber die Kreativität und auch die Motivation steigen, wird außer Acht gelassen. In Unternehmen wo Humor und Lachen ein Teil der Unternehmenskultur ist, steigt die Produktivität und es gibt weniger Mobbing, Fluktuation und Krankenstände. Außerdem ist man nirgends so stressfrei wie beim Lachen.

Fraglich ist es manchmal, ob der Vorgesetzte mit den Mitarbeitern gemeinsam an diesem Seminar teilnehmen sollte. Diese Fragestellung muss jedes Unternehmen individuell entscheiden, schließlich fürchten sich viele, dass sie sich vor dem Chef blamieren könnten.

Buch Lachyoga, Bildrechte: Ellen MüllerWer noch mehr zum Thema Lachen und seine Wirkung auf das Arbeiten in einem Team erfahren will, sollte das Buch “Zum Glück gibt es Lachen” von Frau Ellen Müller lesen. Hier geht es zu Ihrer Homepage.

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