„Erfolgsmotor 2020“ – KMUs länderübergreifend
In Krisenzeiten ist es wichtig weiterhin stark zu investieren und vor allem die Chancen in Kooperation mit anderen Staaten zu suchen. Mit dem EU-Projekt „Erfolgsmotor 2020“ wurde vor allem die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Oberösterreich forciert und bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) angesetzt. Innovationsgeist, und Führungs- und Sozialkompetenz sind wichtige Werkzeuge im Kampf gegen die Krise und können als Vorbild für weitere Projekte gesehen werden.
667.200 Euro an EU-Fördermitteln
Im Rahmen des EU-Förderprogramms für grenzüberschreitende Zusammenarbeit INTERREG Bayern – Österreich 2007-2013 starteten die Wifi-Unternehmer-Akademie der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WK OÖ) und die Industrie- und Handelskammer für Niederbayern (IHK) 2009 das Qualifizierungsprojekt „Erfolgsmotor 2020“. Ziel der mit rund 1,4 Millionen Euro dotierten länderübergreifenden Kooperation: Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Firmen durch Wissensvorsprung.
In Informationsveranstaltungen, modular aufgebauten Lehrgängen, Symposien und Kurz-Workshops zu Themen wie „Das 1×1 für erfolgreiche Unternehmer“, „Konfliktmanagement in der Wirtschaft“ oder „Unternehmen und Geschäfte in Österreich und Deutschland optimal gestalten“ machten sich Unternehmer fit für die wirtschaftlichen Herausforderungen. Doch nicht nur die Einzelbetriebe profitieren von den insgesamt 667.200 Euro an EU-Fördermitteln, die zusätzlich durch nationale Gelder von Land OÖ und bayerischem Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie kofinanziert wurden. Auch die gesamte Region gewinnt durch die Stärkung der Wirtschaftsbetriebe. Immerhin zählen rund 99 Prozent der Firmen in Niederbayern und OÖ zur Gruppe der KMU. Sie stellen in diesen Regionen etwa 64 Prozent aller Arbeitsplätze.
600 Unternehmer in Bewegung
Im April kam das bayerisch-oberösterreichische Projekt nach drei Jahren zum Ende. Einem sehr erfolgreichen Ende wie die Partner betonen: „Mit dem Projekt Erfolgsmotor 2020 haben wir es geschafft, die Unternehmen in unseren Regionen zu stärken“, freut sich WK OÖ-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller. Zudem sei es gelungen, die Scheu, auch einen Blick über die Grenzen zu wagen, aufzubrechen.
Die Bilanz kann sich sehen lassen: Mehr als 600 Interessierte haben den Grenzgang angetreten und sich bei 68 Infoveranstaltungen über das Angebot und die Fördermöglichkeiten von „Erfolgsmotor 2020“ schlau gemacht. 265 Unternehmer und Führungskräfte drückten bei den 29 mehrmoduligen Lehrgängen in Passau und Linz noch einmal die Schulbank und 339 Teilnehmer knüpften Kontakte bei den 25 Workshops. Für die wissendurstigen Unternehmer war es laut Sabine Wolfsteiner vom Wifi OÖ einfach und unkompliziert, das Fördergeld aus Brüssel in Anspruch zu nehmen. „Die Teilnehmer haben einfach den verminderten Kursbetrag – 30 Prozent der Kurskosten – bezahlt. Alles andere haben wir erledigt“, so Wolfsteiner.
Nachfolgeprojekt bereits geplant
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